Autor: Michael Förtsch

Prey, Philip K. Dick und zerbrechende Spiegel

Philip K. Dick war ein Mensch, der problemlos eine ganze Woche verbringen konnte, ohne vor die Tür zu gehen. Vor allem, wenn der Autor von Minority Report und Träumen Androiden von elektrischen Schafen? an seiner Schreibmaschine saß. Die Nachbarschaft, seine Heimatstadt Santa Ana und Kalifornien zu verlassen, kostete ihn große Überwindung. Nur einmal in seinem Leben führte ihn eine Reise aus Nordamerika hinaus. Auf einer Konferenz in Frankreich sollte er einen Vortrag über sich selbst, seine Werke und seine Sicht auf die Welt halten. Als er auf dem Podium saß, erzählte er von einem Gedanken, einem Bild oder eher einer Idee, die ihn schon sein ganzes Leben verfolgte. Nämlich der surrealen Vorstellung von einem schwarzhaarigen Mädchen, das „irgendwann an meine Türschwelle kommt und mir sagt, dass die Welt, in der ich lebe, nicht wirklich ist.“

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Was wir von Pokémon Go für unsere AR-Zukunft lernen können

Der große Hype um Pokémon Go ist mittlerweile abgeebbt. Die täglichen TV-Berichte über „das Phänomen“ sind vorbei, und auch die „besten Tipps & Tricks“ für Taschenmonster-Fänger sind auf Websites und in Magazinen eher selten geworden. Aber dennoch ist Nintendos Smartphone-Spiel weiterhin sehr präsent. Es wird immer noch von Millionen gespielt, und beim Gang durch die Stadt sind die Pokémon-Go-Spieler weiterhin gut erkennbar. Denn gleich Science-Fiction-Filmen wie Midnight Special oder Parallels existiert die virtuelle Welt von Pokémon Go direkt neben der unsrigen. Ebenso wie auch die Universen von anderen Location-based Augmented-Reality-Games wie Ingress, Run An Empire, Shift, Code Runner oder auch Mafia Wars.

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Lasst uns mal über Let’s Plays reden…

Beginnen wir am besten mit einem Geständnis: Ich habe mich geirrt. Das ist etwas, das ich nicht sonderlich oft und schon gar nicht gerne sage. Menschen, die mich kennen, können das bezeugen. Als nämlich vor mehreren Jahren die ersten Let’s Player Aufmerksamkeit auf sich zogen, auf YouTube erst Hunderttausende und dann Millionen Views sammelten, war ich überzeugt, dass man dieses Phänomen getrost ignorieren könnte. Ähnlich wie ich das seinerzeit beim aufkommenden 3D-TV-Hype meinte.

Von Michael Förtsch

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Habitat: Das erste MMO, das heute keiner mehr kennt

Im Jahr 1986 startete eine Revolution. Allerdings hat die so gut wie keiner bemerkt. Denn allzu wenige haben daran teilgenommen als, dass sie vielen im Gedächtnis hätte bleiben können. Als vor ganzen 30 Jahren nämlich das LucasFilm-Game Habitat startete, war es seiner Zeit und der Verbreitung der nötigen Technologie um über eine Dekade voraus. Denn was es war, war nicht weniger als das erste grafische und von sozialer Interaktion geprägte MMO: eine interaktive Online-Welt, wie sie heute World of Warcraft, Star Trek Online, Entropia Universe oder auch Second Life darstellen.

Von Michael Förtsch

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No Man’s Sky: Warum die Kritik an Hello Games eigentlich ungerecht ist

No Man’s Sky ist ein großartiges Videospiel und ein Symbol dafür, welche Evolutionssprünge das Medium noch vollführen kann. Eine Welt von 18.446.744.073.709.551.616 Planeten, die alle einer mathematischen Formel entspringen? Jeder davon einzigartig und mit ebenso aus einer Gleichung hervorgegangenen Tieren bevölkert? Das ist schon sagenhaft. Das eigentliche Spiel hat jedoch so manchen, der seit der Ankündigung voller Vorfreude wartete, enttäuscht. Viele eigentlich sogar. Hinter dem Hype und den in No Man’s Sky hineinfantasierten Erwartungen und Visionen verbirgt sich nämlich ein recht bodenständiges und auf bekannten Mechaniken basiertes Survival-Erlebnis. Recht sperrig und arbeitsintensiv ist No Man’s Sky damit. Das ist etwas, das nicht dem entspricht, was sich Abertausende vorstellten. Hello Games, der kleine Entwickler aus dem britischen Guildford, kassiert daher nun viel Kritik und sogar Drohungen. Denn: Das Team und allem voran Studio-Gründer Sean Murray hätten über das Spiel gelogen, wissentlich zu viel versprochen und die Fans bewusst hinters Licht geführt.

Von Michael Förtsch

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Ready Player One: Mein Gott, es ist voller Sterne!

Ich bin ein Kind der 80er Jahre. Zumindest bin ich in diesem Jahrzehnt geboren und kann von mir behaupten, einen sehr wichtigen und prägenden Teil meiner Kindheit darin zugebracht zu haben. Bei Freunden und Bekannten hatte ich bei einer Runde Pac-Man und Berzerk das erste Mal am Joystick eines Atari 2600 gerüttelt und auf einem C64 das Schloss Wolfenstein erkundet. Wirklich geprägt haben mich die 80er Jahre aber erst in ihrer Folgedekade. Nämlich als die Mauer gefallen war und eine wahrer Tsunami von Pop-, Geek- und Nerdkultur über das wiedervereinigte Deutschland hereinbrach – und ich einen Amiga 2000 und dann einen 486er-PC mein Eigen nennen konnte, die mich vieles nachholen ließen. Entsprechend wohlig nostalgisch und herrlich vertraut fühlte es sich an, als ich dieser Tage noch einmal Ready Player One von Ernest Cline zu lesen begann.

Von Michael Förtsch

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Gamescom 2014: Die ewigen Highlights

Etwas unausgeschlafen und mit angeschlagener Stimme bin ich jetzt aus Köln zurück. Zurück von der Gamescom. Und eigentlich hatte ich mich aufgemacht, hier einige meiner Highlights zusammenzutragen. Jene Spiele also, die mich besonders beeindruckten und im Nachhinein die unendlichen Termine, platt gelaufenen Füße und den ganzen Zinnober rechtfertigen.

Von Michael Förtsch

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