Ich arbeite aktuell für Golem.de an einem Essay zum C16, das demnächst online gehen sollte. Beim Schreiben ist mir eine persönliche Anekdote aus den seligen 80er-Jahren eingefallen, die aus Platzmangel aus dem Text rausfliegen muss. Ich möchte sie aber dennoch schriftlich festhalten, deshalb landet sie nun hier.

Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

Wir bekamen damals mehrtägigen Besuch von Bekannten meiner Eltern. Deren ziemlich dicker Sohn, nennen wir ihn Thomas, fuhr total auf meinen C16 ab. Als ich für mehrere Stunden aufgrund eines Fußballturniers aus dem Haus war, erlaubte ihm meine Mutter – natürlich ohne mich vorher zu fragen –, auf dem C16 zu spielen. Als ich heimkam, spielte der dicke Thomas immer noch – nebenbei seine zweite Tüte Chips mampfend und überall in meinem Zimmer Krümel verteilend. Kommentar meiner Mutter: “Ich finde den Thomas total originell.” Wie ungerecht! Ich durfte als Kind nie länger als eine Stunde am Stück spielen, wurde zu ausgewogener Ernährung und Bewegung an der frischen Luft animiert.

Viele Jahre später erzählt mir dann meine Mutter, dass Thomas viel zu jung an einem Herzinfarkt gestorben sei. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

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