Wir bauen uns ein Atomkraftwerk…

Werbespiele sind ja meistens ziemlich bescheuert. Ich bin via Facebook über eines gestolpert, das man sich aber gerne mal anschauen kann. Wir bauen uns ein Atomkraftwerk spielt man im Browser, und es nimmt die Atomenergie liebevoll auf die Schippe. Ziel ist es, vorgegebene Objekte in der richtigen Reihenfolge aufzubauen, um — wer hätte es gedacht — ein funktionierendes Atomkraftwerk inmitten eines ländlichen Idylls zu erschaffen. 

Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

Da gehören dann ein Uranstab, ein Neutronenbeschleuniger und ein Kühlsystem dazu. Aber auch urige Bauernhäuser, Kühe, Pferde und Bäume. Im Hintergrund spielt währenddessen ein Orchester, und ein Chor intoniert eine passable Version von Tochter Zion. Das hat doch was und verbreitet vorweihnachtliche Stimmung. 

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Leider ist es mir in drei Partien nicht gelungen, das Atomkraftwerk länger als ein paar Sekunden vor sich herarbeiten zu lassen — dann ist es explodiert. Okay, ich habe verstanden: Atomenergie funktioniert nicht. Sagt zumindest die Aktion Deutschland hilft, die dieses Werbespiel in Auftrag gegeben hat — und auch gleich um eine Spende für die Opfer von Fukushima bittet.

Ob man da Geld hinschicken will und ob man für oder gegen Atomenergie ist, das soll jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil finde die Idee prima und die Absicht dahinter auch. Und wenn dieses Spiel “In Gedenken und Bewunderung an Vicco von Bülow” entwickelt wurde, wie man auf der Seite lesen kann, dann muss das ja was Gutes sein.

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1 Kommentar

  1. Ja, das Spiel zeigt: Atomkraftwerke täuschen “saubere Idylle” vor. Mit diesem Lügenmärchen macht(e) die Atomlobby seit Jahrzehnten ihren Profit. Auch ohne ‘Supergau’ fordert diese nicht zu beherrschende Technik viele Menschenleben.
    http://www.ippnw.de/atomenergie/atom-gesundheit/artikel/32caa2ddc0/kinderkrebs-um-atomkraftwerke.html

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