The Order: 1886: Meine Meinung – und was die deutsche Fachpresse sagt

Morgen erscheint das PlayStation-4-Exklusivspiel The Order: 1886. Viel wurde darüber im Vorfeld geschrieben und diskutiert – nicht zuletzt, weil ein YouTuber schon knapp eine Woche vor dem offiziellen Release einen kompletten Walkthrough veröffentlicht und den überschaubaren Umfang des Actionspiels offenbart hatte.

Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

Nicht nur die Spielzeit-Diskussion, sondern auch Stärken und Schwächen des Actionthrillers thematisiere ich in meinem Artikel für Zeit Online, der heute erschienen ist. Ich zitiere mich selbst:

“Wer kein Problem damit hat, regelrecht durch ein Spiel gescheucht zu werden, auf Entwicklungsmöglichkeiten bei Waffen oder Charakterfähigkeiten verzichten kann und dafür den gelungenen filmischen Ansatz goutiert, der dürfte insgesamt Gefallen daran finden.”

Das sagen die anderen (Liste wird stetig aktualisiert)

Ich habe mich mal im Netz ein bisschen umgesehen, was die Kollegen der deutschsprachigen Fachpresse so über The Order: 1886 denken und welche Wertungen sie vergeben haben. Es ist höchst interessant zu sehen, wie sehr die Meinungen und Bewertungen auseinandergehen. Das Spiel polarisiert heftig – übrigens auch schon auf Metacritic -, und das ist gut so.

GamePro (zum Test): “Wow, was für ein Ritt!” – 81 Prozent

gamona (zum Test): “Vergebene Chancen, vor allem davon jede Menge, ansonsten viel guter Durchschnitt, blödsinnige Pre-Veröffentlichungs-Skandälchen und die abschließende Frage, warum hieraus nicht mehr geworden ist.” – 71 Prozent

4Players (zum Test): “Diese ernüchternde Action ist Welten entfernt von der Qualität à la Naughty Dog.” – 59 Prozent

COMPUTER BILD SPIELE (zum Test): “Dass ‘The Order: 1886’ streng linear ist und jede Komplexität misst, kann man Ready at Dawn nicht vorwerfen – schließlich haben die Entwickler zu keiner Zeit etwas anderes behauptet. Dass das Spiel innerhalb dieser Einschränkungen nur bedingt funktioniert, allerdings schon.”  – Note 2,52

golem.de (zum Test): “Insgesamt ergibt das alles ein oder zwei nur mäßig unterhaltsame Abende – ganz schön wenig angesichts des gelegentlich spürbar großen Aufwands, den die Entwickler für The Order: 1886 betrieben haben.” – golem.de vergibt keine Wertungen

TheOrder07

“The Order: 1886”

play3.de (zum Test): “(…) Popcorn-Gaming in Reinkultur: Spiel einlegen, Kopf abschalten und Spaß haben.” – 7.0 Punkte

Games Aktuell (zum Test): “Als bekennende Grafikhure kann ich mich an The Order: 1886 kaum sattsehen.” – 8 von 10

Eurogamer.de (zum Test): “The Order: 1886 ist eine spielbare Filmerfahrung, eine technisch atemberaubende Fortsetzung des Full-Motion-Video-Gedankens von vor so langer Zeit, nur mit dem Unterschied, dass der spielerische Anteil drumherum durchaus was kann.” – empfehlenswert (man vergibt hier keine Wertungen mehr)

Gameswelt (zum Test): “(…) ein Gemälde, durch das man spaziert und das man bestaunt. Es ist wunderhübsch anzusehen, aber es bleibt doch still und leblos.” – 7.5 Punkte

games.ch (zum Test, und ja, das ist eine Schweizer Seite, ihr Pedanten): “Eines der beeindruckendsten Spiele der letzten Jahre.” – 87 Prozent

giga.de (zum Test): “(…) wenn wir ehrlich sind, schauen wir bei The Order: 1886 eher zu als dass wir interagieren.”  – 7 von 10

Gamezone (zum Test): “Ein Film zum Mitspielen; ein Spiel, besser als viele Filme.” – 8 von 10

GamersGlobal (zum Test): “Enttäuschend ist vor allem die Spielzeit, die fernab eines nennenswerten Wiederspielwerts mit 6, höchstens 7 Stunden nicht gerade üppig ausfällt.” – 6.5 Punkte

ingame (zum Test): “(…)  solltet ihr den Abspann von The Order: 1886 erreichen, wird euch ein Besuch im Kino schon fast langweilig erscheinen.” – 8.0 Punkte

PC Games (zum Test): “Toll inszenierter, guter Shooter mit viel Atmosphäre, aber wenig Innovation und Wiederspielwert.” – 76 Prozent

IGN Deutschland (zum Test): “(…) eine Erfahrung, die trotz mancher erzählerischer Schwächen erstaunlich viel Spaß macht, wenn man sich darauf einlassen kann, dass man in der Vision von Ready at Dawn eben nicht nur Spieler, sondern auch Zuschauer ist.” – 7 von 10

spieletipps (zum Test): “Die prächtig inszenierten Abenteuer wirken abwechslungsreich, die Spielmechanik an sich bleibt etwas farblos.” – 74 Prozent

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2 Kommentare

  1. Ja, das beschreibt es doch sehr gut. Ich war von der Story aber auch etwas enttäuscht, irgendwie war das alles bisschen zu viel des Guten. Trotzdem ein gutes Spiel.

  2. Ich habe The Order 1866 an einem Wochenende ganz entspannt und locker durchgespielt. Und das ist dann auch schon mein Hauptkritikpunkt; Das Spiel ist einfach viel zu kurz. Von Gameplay, Sound und Grafik fühlt man sich wie in einem Kinofilm stellenweise. Hat man es einmal fertig gespielt ist die Motivation aber auch nicht sonderlich groß es nochmals in die Hände zu packen und vielleicht noch was neues zu entdecken…

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