Jahresrückblick 2014: Meine Highlights (und die der anderen)

Das Jahr 2014 ist fast vorbei. Überall im Netz stolpert man über Jahresrückblicke; man kommt nicht an ihnen vorbei. Der Musikexpress listet die “50 besten Songs des Jahres” auf, bei Spiegel Online liest man unter anderem von den “bewegendsten Momenten der Wissenschaft 2014” sowie den “Gewinnern und Verlierern 2014”, beim Deutschlandradio gibt’s die “Filme des Jahres 2014” und Kollegen wie der geschätzte Volker Bonacker bescheren persönliche Einblicke in ihr Leben.

Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

So ein Jahresrückblick macht ja auch Sinn — für sich selbst genauso wie für den Leser. Man kann das Geschehene noch einmal reflektieren und in komprimierter Form aufschreiben, was wichtig und gut war und was nicht. Auch ich möchte dies nun tun; wahrscheinlich kann ich gar nicht anders. Außerdem habe die Bloggerei in letzter Zeit ohnehin ein wenig vernachlässigt.

Jetzt aber habe ich mich nach Tagen des Weihnachtstrubels und etlichen Familienbesuchen ins Büro zurückgezogen, mir eine Tasse mit heiß dampfendem Kaffee gekocht und schwelge ein wenig im vergangenen Jahr.

Die Flops erspare ich mir selbst und dem Blog-Besucher übrigens; wer schlechte Laune bekommen will, googelt einfach nach #Gamergate, besucht eine Pegida-Demonstration, hört nacheinander einen beliebigen Freiwild-Song und dann “Atemlos durch die Nacht” oder schaltet das Privatfernsehen ein.

Bevor ich zu aber meinen persönlichen Höhepunkten des Jahres 2014 komme, hier noch ein wenig Lesestoff zum vergangenen Spielejahr 2014, damit zwischen den Jahren auch ja niemandem langweilig wird:

  • Mitarbeiter und Kollege Michael Förtsch und ich haben für T-Online die wichtigsten PC- und Videospiele des Jahres herausgesucht und in eine große Klickstrecke gepackt.
  • Auf GamePro (Konsolenspiele) und GameStar (PC-Titel) gibt’s brauchbare “Best of”-Specials.
  • Bei Gameswelt ist nahezu jeder aktuelle Artikel eine persönliche Top-10-Liste eines Redakteurs.

Nun zu meinen persönlichen 2014er-Highlights, komplett subjektiv, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und unsortiert notiert.

Meine drei Lieblingsspiele 2014

1. Destiny (PS4)

Jawoll, ich habe 2014 kein Spiel mehr gespielt als Bungies MMO-Shooter. Dabei ist der erst im September erschienen — man kann sich nun vorstellen, wie ich die letzte Zeit meine Feierabende verbracht habe. Was mir an Destiny gefällt (und was nicht), kann man zum Beispiel hierhier und hier lesen. Tatsache ist: Kein Triple-A-Titel hat 2014 so polarisiert, wurde so harsch kritisiert und wird trotzdem immer noch so viel gespielt. Interessanterweise gerade in Spielejournalisten-Kreisen.

Das Destiny-Erlebnis steht und fällt meiner Meinung nach vor allem mit den Mitspielern. In diesem Sinne einen schönen Gruß an meine Mitstreiter der legendären Facebook-Gruppe Destiny Heroes!

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2. This War of Mine (PC)

Ich war schon nach Erscheinen des ersten Trailers unglaublich gespannt auf die Überlebenssimulation, als sie mir dann endlich in spielbarer Form vorlag, übertraf sie meine Erwartungen bei weitem. Nein, This War of Mine ist alles andere als perfekt, aber es hat Seele und eine unglaublich beklemmende Atmosphäre – und es berührt mich einfach immer wieder. Da freut es mich umso mehr, dass die polnischen Indie-Entwickler von 11 bit studios, die ich hier interviewt habe, die Produktionskosten schon nach zwei Verkaufstagen wieder reingeholt haben. Und das Spiel bekommt in fast allen wichtigen Medien die Aufmerksamkeit, die es verdient hat, das ist großartig.

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3. The Walking Dead – Season 2 (PC und PS4)

Ich liebe die Telltale-Spiele; jüngst hat mir Game of Thrones – Episode 1: Iron from Ice viel Freude bereitet. Noch besser aber gefällt mir die The-Walking-Dead-Reihe, deren zweite Season 2014 würdig beendet wurde. Die Abenteuer der kleinen Clementine sind einfach hervorragend inszeniert und unfassbar spannend — so spannend, dass ich das Spiel auf der PS4 vor kurzem von vorne begonnen habe, obwohl ich es auf dem PC bereits durchgespielt hatte. Warum?  Weil das Spiel auf einem 50-Zoll-Fernseher und mit DTS-Sound noch mal eine ganze Ecke mehr Spaß bringt.

Fünf Artikel, die ich 2014 besonders gerne verfasst habe

Als Agenturinhaber und -leiter komme ich leider immer weniger selbst zum Schreiben. Aber ganz ich lasse es mir nicht nehmen, dafür liebe ich das geschriebene Wort einfach zu sehr. Das war 2014 nicht anders,

Warum gerade diese Artikel? Weil sie mich thematisch aufrichtig interessiert, mich in besonderem Maße journalistisch gefordert und/oder mir persönlich einfach am meisten bedeutet haben. Keine bestimmte Reihenfolge.

Meine fünf Lieblingsserien 2014

1. True Detective

2. Game of Thrones – Season 4

3. The Walking Dead – Season 5

4. Homeland – Season 4

5. House of Cards – Season 2

Außer Konkurrenz: Twin Peaks

Einige besondere Momente 2014 

  • Der Moment, als ich mein neues Büro bezog und nach fast zehn Jahren Familie und Job ein für allemal trennte. Vom Rauchen aufhören mal abgesehen: eine der besten Entscheidungen meines Lebens. So sieht es übrigens an diesem kalten, verschneiten Wintertag  aus, wenn ich von meinem Arbeitsplatz aus durchs Bürofenster blicke:

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  • Nach langer Zeit wieder das Meer sehen: Nordsee geht immer.

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  • Alte Freunde und Kollegen auf der gamescom treffen.

    • Die Veröffentlichung des Debütalbums “11” meines Musikprojekts klangraum 11. Mehr darüber gibt’s hier zu lesen. Und hier.
  • CD-Cover_finalBjlrn Baumgärtner
    • Den ersten Zehn-Kilometer-Lauf seit Jahren zu absolvieren. Und noch einen. Und noch einen. Und bald kommt der Halbmarathon!
    • Der Kauf meiner Studiobox: Wann und so laut ich will Musik machen — purer Luxus!

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    Ein paar Lieblingssongs 2014 (die nicht zwangsläufig 2014 veröffentlicht wurden)

    Interpol: “All The Rage Back Home”

    Tocotronic: “Aber hier leben, nein danke”

    Damien Rice: “The Box”

    Damon Albarn: “Mr. Tembo”

    The Cinematics: “A Strange Education”

    2014, schön war’s mit dir. Auf ein gutes, aufregendes und gesundes neues Jahr!

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1 Kommentar

  1. Rückblicke können Einblicke schenken und damit wieder Ausblicke für das kommende Neue Jahr.
    In diesem Sinne fruchtbare Augenblicke für 2015 😀

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