Noel Gallagher. Dieser Mann ist sicherlich einer der Hauptgründe, warum ich mit Ende 20 auf die Idee kam, mir selbst das Gitarrespielen beizubringen. Ich bin gelernter Pianist, spielte eine Zeit lang Keyboard in der legendären Wormser Rockband edgar.

Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

Aber es war dieser spezielle Klang einer Westerngitarre, der mich irgendwann gepackt hat. Also ran – und auf YouTube zusammen mit Noel abrocken, wenn er solo alte Oasis-Hits wie Live Forever, Some Might Say oder das unvermeidliche Wonderwall intonierte, dabei leidenschaftlich über die Saiten seiner Gibson-Gitarre schrammelte.

Das war nicht so wahnsinnig schwer, machte aber Spaß. Oasis, die fand ich schon immer gut. Ist wahrscheinlich so ein Männderding. (Ich war auf einigen Oasis-Konzerten – unglaublich, wie sich erwachsene Männer da verhalten. Kreischende “Liiiiam!”- und “Nooooel”-Chöre im besten Teenie-Style.)

Die ganzen Basics habe ich von Noel und seinen Liedern. Ich übte mit Talk Tonight, Cast no Shadow und Half the World Away, verzweifelte temporär an The Masterplan, erlernte Champagne Supernova, Songbird und Whatever. Heute hat bei mir zwar eine gewisse Oasis-Müdigkeit eingesetzt, zumal die Band ja schon länger nicht mehr existiert. Dennoch war und ist Noel essenziell.

Thank you, Mr. Gallagher.

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmail