Mein erster eigener Computer. Es war 1987, ich besuchte die fünfte Klasse. Mein Freund Ernst hatte ihn, wollte ihn aber loswerden. Also nervte ich meine Eltern so lange, bis sie mir den Commodore 16 zähneknirschend kauften.

Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

Ich glaube, er hat nur 50 D-Mark gekostet. Inklusive Datasette und diverser Spiele. Dass der C64 viel cooler ist, bemerkte ich leider erst, als ich Ernst das nächste Mal besuchte und er mir seinen neuen Brotkasten präsentierte. Trotzdem war der C16 eine für mich wegweisende Kiste, auf der ich sogar ein Text-Adventure programmierte. Skurrilerweise ein Basketball-Abenteuerspiel.

Unvergessen: Das Geschicklichkeitsspiel Ghost Town, mit dem ich viele Stunden verbrachte. Außerdem Soccer Boss, ein Fußball-Manager, in dem man ausschließlich englische Vereine trainieren konnte. Wir zockten das Ding immer vor dem Fußballtraining, mussten aber jedes Mal von vorne beginnen, weil wir die englische Bildschirmanweisung “Press Play and Record On Tape” nicht verstanden. Wir haben keine einzige komplette Saison absolviert und auch sonst nicht wirklich gewusst, was wir da überhaupt taten. Doch die Faszination war gigantisch. Zumindest so lange, bis ich dann ein paar Monate später meinen C64 in Händen hielt.

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